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Nach langen Überlegungen, anfänglicher Sorge etwas falsch zu machen und Angst vor Über- bzw. Unterversorgung meiner Shelties, habe ich im Februar 2010 die Ernährung komplett auf Rohfutter umgestellt. Der Hund ist nun mal naturgemäß ein Fleischfresser und somit habe ich mich an das Thema Ernährung herangetastet. Ich habe mich eingehend in verschiedenen Foren und mit entsprechender Literatur über die Rohfütterung von Hunden informiert. Mein Leitfaden für die Praxis wurde die Broschüre von Swanie Simon, aus der ich die Berechnungsgrundlagen hinsichtlich der Fütterungsmenge und dessen was gefüttert werden sollte, übernommen habe.
Unsere Shelties bekommen Muskelfleisch vom Rind, Pute, Hähnchen, Lamm oder Pferd.
Wichtig ist, dass das Fleisch nicht zu mager ist, bzw. muß man sonst reines Fett dazufüttern, denn Fett ist der Energielieferant in der Hundeernährung! Desweiteren stehen Pansen und Blättermagen auf dem Speiseplan. Ab und an gibt es mal Seelachsfilet oder Thunfisch (Dose). An Innereinen füttere ich Rinder- oder Geflügelleber, Rinderniere, Hühner- oder Rinderherz. Ein wichtiger Bestandteil der Hundeernährung sind fleischige Knochen. Unsere Shelties bekommen Hähnchenhälse und Kalbsbrustbein, welches auch eine gute Zeit Beschäftigung bietet. Alles wird nur roh gefüttert, ganz wichtig vor allem bei Knochen, die gegart splittern könnten!
Desweiteren gibts entweder ein rohes Eigelb oder auch mal ein hartgekochtes Ei, sowie die Eiereschale. Jeden Tag gibt es auch einen Gemüsebrei, der je nach Saison variiert aber immer enthalten sind Karotte, Gurke, Zuccini und Fenchel. Dies wird kurz angedünstet und dann püriert und portionsweise eingefroren. Bei der Fütterung wird dann regelmäßig verschiedene Sorten Salat gehackt, was halt grade da ist und mit ins Gemüse gemischt.
Ab und an etwas Obst, wie Banane, Apfel, Birne, Erdbeeren, Waldbeeren oder Melone lieben unsere Leckermäuler auch. Dazu gibt es Hüttenkäse oder Biojoghurt. Als Lieferant wichtiger und wertvoller essentieller Fettsäuren gibt es tägl. einen Teelöffel hochwertigen Öles unters Futter, dies kann z.B. Lein-, Distel- oder Walnussöl sein. Ansonsten gibt es ab und an mal ein klein wenig Knoblauch, im Fellwechsel Bierhefe und für die Gelenkschmiere Grünlippmuschelextrakt.
Alles in allem muß ich sagen, es ist nur minimal aufwendiger, als die Fütterung mit Fertigfutter aber meine Hunde lieben es! Mir macht es einfach Freude zuzusehen, wie es ihnen schmeckt und als positiven Nebeneffekt haben wir viel, viel weniger Zahnstein an den Hundezähnen und Felix´ regelmäßige kolikartige Bauschmerzen sind zum Glück auch Schnee von gestern.
___________________________________________________________ Copyright (c) 2007 - 2011 Sybille Bender. Alle Rechte vorbehalten.
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